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Man muss nicht über jedes Stöckchen hüpfen

Zugegeben mir ging es während des Corona Lockdowns nicht gut. Und wenn es einem nicht gut geht, dann wird man ungerecht. Ich bin da keine Ausnahme. Am Anfang konnte ich die Gefahr nicht einschätzen und war zudem verwirrt, weil man Wochen lang vorher hörte, das sei alles nicht so schlimm. Gab es neue Erkenntnisse? Keine Ahnung. Das öffentlich-unrechtliche betrieb seine tägliche Panikmache und Gehirnwäsche. War es wirklich so schlimm? Bin ich so ignorant.
Bald meldeten sich Fachleute, die Herrn Drosten widersprachen. Als erstes Dr. Wolfgang Wodarg. Was er sagte, klang (und klingt) für mich schlüssig. Nicht so für die Konzernpresse und das öffentlich-unrechtliche. Der Mann wurde nieder gemacht.

Menschen, die sich durch Teilnahme u.a. an den sog. Hygiene-Demos kritisch zu den Grundrechtseinschränkungen äußerten, wurden niedergemacht. Grundrechtseinschränkungen werden mit „Regeln einhalten“ umschrieben. Hübsch.

Die Demos nahmen an Zahl und Teilnehmern zu. Auch weil die „Leichen auf den Straßen“ ausblieben und die Maßnahmen immer mehr Menschen als überzogen erschienen. Um den Druck „vom Kessel“ zu nehmen, gab es Lockerungen.

Ein schwarzer Krimineller wurde in den USA von der Polizei ermordet. Zu Recht empörten sich in den USA Teile der Bevölkerung. Die Empörung sprang nach Deutschland und andere Länder über. Es gab zahlreiche Demos. Ich habe keine Ahnung warum. In Deutschland werden nicht täglich Menschen von der Polizei erschossen. Keine schwarzen, keine Indianer, keine "fill-in-deine-Lieblings-Minderheit-here". Klar gibt es alltäglichen Rassismus, aber haben „normale“ Menschen nicht dringendere Probleme? Auf RT deutsch gibt es dazu einen klugen Artikel.
Auch gut: Schuldgefühle, Denkmalsturz, Demos wegen Untaten in weiter Vergangenheit. Aktuelle Verbrechen Libyen, Irak, Folter von Julian Assange nix oder vielleicht auch nur nix in den Medien?
Diese "Rassismus-Demos" wurde von der Politik und den angeschlossenen Medien im Gegensatz zu den Grundrechtsdemos wohlwollend aufgenommen. Warum? Keine Ahnung, weil sie von den Grundrechtseinschränkungen und Verbrechen der Neuzeit ablenken? Weil sie von der Diskussion der wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns ablenken?

Ich kann meinen Mitmenschen nicht mehr folgen. Grundrechtseinschränkungen und drohender wirtschaftlicher Ruin erscheint Ihnen nicht so wichtig. Rassismus scheint wichtiger. Kann ja sein, aber wie durch Krawall, Autos und Denkmäler zerstören, orwellsche Sprachregelungen oder Quoten für alle und jenes, Rassismus überwunden werden soll, ist mir schleierhaft. Ich habe mir vorgenommen mich weniger aufzuregen. Mehr Achtsamkeit und Mediation, und noch weniger Medienkonsum. Genießen wir den Sommer. Der Herbst, der Winter wird heiß.