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Medien mal wieder

ich  habe mich vor ein paar Jahren entschieden, Dinge die ich nicht beeinflussen kann und die mich runterziehen, möglichst wenig an mich heran zu lassen.  Das hatte zur Folge, dass ich meinen Medienkonsum stark eingeschränkt habe und dies lange bevor "besorgte Bürger" gegen die "Lügenpresse" aufgestanden sind. Nicht das ich deren Sorgen bezüglich Flüchtlingen, als das personifizierte Böse teile, aber auch auf meiner "Landkarte" sind die Medien größtenteils, wie in so vielen Ländern dieser Welt, Manipulationsvehikel der Mächtigen. ("Eliten" will ich bewusst nicht schreiben).

Allerdings gibt es immer wieder ein paar "Perlen", Ausnahmen die aus dem traurigen Einheitsbrei der geplanten Volksverdummung herausragen:

Aufgefallen sind mir zum Thema Russland der folgende Beitrag im MDR (ab ca. Minute 17 Gabriele Krone-Schmalz):

Zum Thema Brexit gibt es in der aktuellen Ausgabe der Zeit einen guten Gastbeitrag von Wolfgang Streeck: Ist der Brexit wirklich so schlimm? Meinung des Autors und meine (Darum ist er ja gut ): Nö. Europa in der jetzigen Verfassung ist ein Europa der Finanzindustrie. Es ist traurig, dass Rechtspopulisten mit Ihrer Hetze als Einzige ein Unbehagen formulieren, dass sich der "normale" Bürger nicht mehr traut auszusprechen, weil er entweder Angst hat. (Angst vor beruflichen Nachteilen, Gegenwind aus dem Freundes- und Bekanntenkreis) oder die institutionell verordnete politische Korrektheit bereits so inhaliert hat, dass er zwar vielleicht manchmal noch fühlt, das was nicht stimmt, aber nicht ausspricht, weil es nicht politisch korrekt ist.

In der gleichen Ausgabe 28/2016 noch ein Beitrag von Fabio de Masi und Sahra Wagenknecht. Die EU zerstört die europäische Idee. Der Brexit war kein Votum gegen Europa sondern gegen den Brüsseler Club. Der Beitrag ist auch gut,  aber nicht so gut wie der von Herrn Streeck.

Und weil's gerade so schön ist noch ein weiterer guter Artikel aus Ausgabe 28/2016 der Zeit zum Thema Umgang der GeschlechterDas Schlafzimmer als gefährlicher Ort. Hier geht's um die geplante Verschärfung des Sexualstrafrechts. Natürlich nur zu Lasten der Männer. Alle Männer sind Schweine. Das ist eh klar. Das geile oder traurige daran? Ich zitiere aus dem Artikel: In Berlin zeigte der Imam Kerim Ucar eine Lehrerin der Platanus-Schule an, weil diese ihn dazu zwingen wollte, ihr die Hand zu reichen. Der Imam war zu einem Elterngespräch über seinen Sohn in der Schule erschienen, dort weigerte sich der strenggläubige Muslim, der weiblichen Lehrkraft die Hand zu geben. Viermal soll die Lehrerin den Mann vergeblich aufgefordert haben, ihre Hand zu nehmen, dann brach sie das Gespräch ab. Der Imam soll sich in seiner Anzeige auf "Beleidigung" und "Verletzung der Religionswürde" berufen haben. Nach der neuen Sexualstrafrechtsreform käme womöglich eine Anzeige wegen des Straftatbestandes der "Nötigung" infrage, wenn der Imam – und auf seine subjektive Sicht als Opfer kommt es künftig an – sich von der Lehrerin sexuell belästigt fühlt: Immerhin wollte sie, die er aufgrund ihres Geschlechtes nicht anfassen mochte, seine Berührung erzwingen. Eine Illustration für die Absurdität der "Nein heißt nein"-Reform.

In letzter Zeit lese ich wieder mehr. Ich habe das Bedürfnis, denn ich glaube, wir leben in einer gefährlichen Zeit. Ich muss mich wehren oder zumindest das Maul aufmachen. Ich will in einer toleranten, freiheitlichen, weltoffenen Gesellschaft leben (Das Gegenteil vom 1980er Mief der AfD), in der nicht nur die Interessen der Finanzindustrie zählen.

  • Ich will ein friedliches Miteinander auch mit den Flüchtlingen in Deutschland. (Warum sind die denn hier?)
  • Ich will keinen Krieg gegen Russland. (Wer will Zugriff auf deren Bodenschätze?)
  • Ich will keinen Krieg zwischen Mann und Frau.
  • Ich will nicht, dass sich unsere Gesellschaft von den Mächtigen spalten und aufhetzen lässt.
  • Ich will nicht nur Arbeits- Zucht- und Konsumentenvieh sein?

So jetzt guck ich Fußball und überleg mir was ich will.

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